Regine Minges - ein feinsinniges Leben zwischen Reben und Wein, Poesie und Malerei

Regine Minges - ein feinsinniges Leben zwischen Reben und Wein, Poesie und Malerei


Regine Minges - eine facettenreiche Winzerin

Regine Minges, die emotionale und zugleich schöngeistige Juniorchefin des Weinguts Theo Minges in Flemlingen in der Südpfalz, führt den Betrieb zusammen mit ihrem Vater. Das Hauptaugenmerk der beiden gilt der Pflege der Reben. Denn sie wissen nur zu gut, dass man das, was man im Weinberg versäumt hat, im Keller nicht wieder gut machen kann. 

Regine Minges..

Weingut Minges - feine, in sich ruhende und zeitlos schöne Weine

Das Ergebnis sind ungemein balancierte, feine und in sich ruhende Weine - unaufgeregt, so wie ihre Schöpfer. Wer ihnen jedoch näher kommt, sich mit ihnen beschäftigt, wird den Zauber einer Verwandlung erleben, dem Charme ihrer fröhlichen Tiefgründigkeiten erlegen sein. Es sind Weine von zeitloser Schönheit, die Moden genauso wenig interessieren wie die Minges-Familie selbst.

riesling

Regine Minges mit einem Faible für Poesie, Malerei und Fotografie

Regine Minges führt die familiäre Weinbau-Tradition nun bereits in der 8. Generation fort. Aber auch die Kunst hat einen Platz in der Familiengeschichte. Ihr Großvater Theo war ein bekannter Bildhauer und Regine selbst war drauf und dran, Kunst oder Kunstpädagogik zu studieren, bevor sie sich dann doch für den Winzerberuf entschieden hat. Zudem malt und fotografiert sie gerne und wenn das Weinhandwerk es zulässt, vergräbt sie sich auch mal gerne ein paar Stunden in spannenden Büchern.

Kunst Posie 1

Persönliche Erinnerungen an die Familie Minges und ihre Weine

Mich persönlich begleiten die Minges-Weine bereits seit ziemlich genau 30 Jahren. Und sie sind und waren immer etwas Besonderes für mich. Weine, die man einfach so wunderbar wegzechen kann, die aber allemal genug Stoff für Vertiefungen bieten. Wer zur Ruhe kommt und aufmerksam lauscht, hört sie Geschichten erzählen. Leichtigkeit und Tiefgang, dass sind die zwei Seiten der Minges-Weine - bis heute.

Die Familie Minges - Theo, Martina und Regine

Nicht nur die Weine der Minges-Familie sind besonders, besonders sind vor allem auch die Menschen: Theo, Martina und Regine. Daran muss ich unwillkürlich denken, als ich vor ein paar Wochen vom Taunus nach Flemlingen in der Südpfalz unterwegs bin. Weil ich noch ein paar Minuten Zeit habe, bevor ich Regine treffe, mache ich einen kleinen Umweg Richtung Gleisweiler und lenke den Bulli in eine Haltebucht nahe der Weinbergslage „Hölle“.

Sonnenaufgang Gleisweiler Weingut theo Minges 1

Gewürztraminer Edition Rosenduft

Ich setze mich auf eine Holzbank und schaue mir die wunderschöne Gegend an. Schon bald steigen Erinnerungen in mir hoch, Bilder an vergangene Zeiten und plötzlich auch Rosenduft. Ich schließe die Augen und lasse mich für einen Moment mitnehmen, tauche ein in die Aromenwelt orientalischer Gewürzbasare. Zimt, Nelke, Lebkuchen, Bergamotte und schwarzer Pfeffer eröffnen den Reigen, bevor ein Hauch Rose und Veilchen hinzutritt, dann eine Nuance Litschi und Orange und schließlich einer ganzer Aromenstrauß seinen Zauber entfaltet.

Es sind die Erinnerungen an einen besonderen Wein aus dem Hause Minges, den Gewürztraminer Edition Rosenduft. Jahr für Jahr eines der schönsten Exemplare dieser vom Aussterben bedrohten Spezies. Trotz aller Aromenpracht und Intensität bewahrt sich dieser Gewürztraminer immer etwas Subtiles, Feines und Elegantes, wirkt nicht wie eine aufgemotzte Diva, sondern farben- und lebensfroh wie die Atmosphäre beim Karneval in Rio.

Traumhafte Gewuerztraminer 2015

Theo Minges: "Trauben sind wie Kinder..."

Während ich einen letzten Blick auf die Hänge der Gleisweiler Hölle werfe, kommt mir ein Gespräch in den Sinn, dass ich vor einigen Jahren mit Theo Minges geführt habe. Darin erläuterte er mir, wie bedeutsam seiner Meinung nach die fürsorgliche Pflege von Boden und Reben ist. Er sagte damals: „Trauben sind wie Kinder, sie brauchen im Wachstumsprozess eine gute Kinderstube. Deshalb muss man die Reben gut behandeln und darf sie weder unter- noch überfordern.“

So wie man mit viel Liebe und Zuwendung erzogenen Kindern im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung viele Freiräume gewähren kann, so lässt Theo Minges seinen Weinen in den verschiedenen Phasen ihres Werdens möglichst viel Freiheit. Er kann darauf vertrauen, dass sie alles haben, was sie brauchen, um erwachsen zu werden. Er sagt mir: „Ich habe großes Vertrauen darin, dass die guten Grundlagen, die ich im Weinberg geschaffen habe, zu einem guten Ende, sprich zu einem guten Wein führen. Ich lasse meinen Weinen zudem viel Zeit, sich selbst zu finden und erwachsen zu werden. Umso höher die Qualität, umso mehr Zeit lasse ich ihnen.“ 

Foto Theo und Regine Minges 900pixel

Guter Wein braucht Zeit

Zeit gewähren die Minges ihren Weinen auf ganz verschiedenen Ebenen: zunächst werden die Trauben optimal reif gelesen, also nicht zu früh, aber auch nicht zu spät. Dann erfolgt je nach Jahrgang eine mal kürzere, mal längere Maischestandzeit. Anschließend wird langsam und schonend gepresst, bevor der Most in aller Ruhe gären und zu Wein werden kann. Auch nach dem Ende der alkoholischen Gärung geben Regine und Theo dem fertigen Wein Gelegenheit, noch lange mit seiner Mutter, der Hefe, in Kontakt zu bleiben, um im Ergebnis immer stabiler und kompletter zu werden und seine ganz individuelle Persönlichkeit auszubilden. „Hat man einem Wein im Entstehungsprozess viel Zeit gelassen, hat er die besten Voraussetzungen für ein langes Leben.“

Einem Wein Zeit lassen, bedeutet für Regine und Theo Minges auch, auf alle beschleunigenden beziehungsweise entschleunigenden Eingriffe zu verzichten, also keine Enzyme, keine Beeinflussung der Gärtemperatur, möglichst späte Schwefelung. Nicht eingreifen, sondern gewähren lassen, lautet ihre Devise. Sie sind überzeugt, dass nur so die ganze Energie, die in den Trauben steckt, zum Fließen kommen kann.

Regine im Weinberg

Poesie und Feinsinn im Umgang mit Wein

Im Interview erinnert sich Regine Minges an einer Stelle an ein Statement ihres Vaters, dass sie so oder in ähnlicher Form sicher schon oft aus seinem Munde gehört hat: „Wein machen lernt man in der Ausbildung, gute Weine macht man aus dem Bauch heraus, große Weine macht man einfach nur, das geschieht wie im Rausch und nur, wenn die beteiligten Energien fließen können. Dabei entstehen intensive Glücksgefühle, die so stark sind, dass ich nicht einmal mehr schlafen möchte.“

Die Art, wie Regine und Theo Minges über ihre Weine sprechen, kommt einer spannenden Lehrstunde über die Grundprinzipien des Lebens gleich. Die beiden freuen sich auf euren Besuch, denn noch immer wird die große Mehrheit der Minges-Weine an Endkunden verkauft, die persönlich ins Weingut nach Flemlingen kommen. Regine meint: "Es ist ein Glück, so nah an den Menschen dran zu sein, die unsere Weine kaufen, genießen und Freude an ihnen haben."

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Und wie das ja mittlerweile üblich geworden ist, hat auch Regine für alle Podcast-Hörer ein spannendes Weinpaket zu einem Spezialpreis (inkl. Versand 35€) zusammengestellt.

GENUSS IM BUS WEINPAKET:

  • 2019 Scheurebe Gleisweiler QbA trocken
  • 2018 Gewürztraminer QbA trocken“Edition Rosenduft“
  • 2018 Goldmuskateller QbA (leichte Restsüße)


Habt viel Spaß mit der Podcast-Episode und genießt die Weine von Regine Minges!




Lasst es Euch schmecken!



Wolfgang

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